Sat­zung der König­lich pri­vi­le­gier­ten Hauptschützengesellschaft München

§ 1 Name und Zweck

1. Die Gesell­schaft führt den Namen König­lich pri­vi­le­gier­te Haupt­schüt­zen­ge­sell­schaft Mün­chen und hat ihren Sitz in Mün­chen.

2. Die Gesell­schaft besitzt Rechts­per­sön­lich­keit auf Grund lan­des­herr­li­cher Ein­zel­ver­lei­hung und auf Grund Aner­ken­nung der All­ge­mei­nen Schüt­zen­ord­nung für das König­reich Bay­ern vom 25. August 1868 (Reg. Bl. Sp. 1729). Sie erkennt die All­ge­mei­ne Schüt­zen­ord­nung an.

3. Die Gesell­schaft ver­folgt aus­schließ­lich und unmit­tel­bar gemein­nüt­zi­ge Zwe­cke im Sin­ne des Abschnitts „Steu­er­be­güns­tig­te Zwe­cke“ der Abga­ben­ord­nung. Zweck der Gesell­schaft ist die För­de­rung des Sports. Sie wahrt die Tra­di­ti­on des Schüt­zen­we­sens. Sie pflegt den Schieß­sport mit zuge­las­se­nen Sport­waf­fen als Lei­bes­übung und erzieht ihre jugend­li­chen Mit­glie­der sport­lich und gesell­schaft­lich.

4. Die Gesell­schaft ist selbst­los tätig. Sie ver­folgt nicht in ers­ter Linie eigen­wirt­schaft­li­che Zwe­cke und erstrebt kei­nen Gewinn. Mit­tel der Gesell­schaft dür­fen nur für die sat­zungs­mä­ßi­gen Zwe­cke ver­wen­det wer­den. Die Mit­glie­der erhal­ten kei­ne Zuwen­dung aus Mit­teln der Gesell­schaft.


§ 2 Mit­glied­schaft

1. Voll­mit­glied kann nur sein, wer unbe­schol­ten und 18 Jah­re alt ist.

2. Jung­mit­glied kann wer­den, wer nach den jeweils gel­ten­den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen zur Aus­übung des Schieß­spor­tes zuge­las­sen ist. Mit 18 Jah­ren wird das Jung­mit­glied Voll­mit­glied.

3. Zum Ehren­mit­glied kann ernannt wer­den, wer sich um die Gesell­schaft, den Schieß­sport oder die Tra­di­ti­on des Schüt­zen­we­sens beson­ders ver­dient gemacht hat.


§ 3 Auf­nah­me von Mit­glie­dern

1. Gesu­che um die Auf­nah­me als Mit­glied sind schrift­lich an das Schüt­zen­meis­ter­amt zu rich­ten, das jedes Gesuch min­des­tens drei Wochen lang auf der Schieß­stät­te oder in den Gesell­schafts­räu­men aus­zu­hän­gen oder sonst in geeig­ne­ter Wei­se den Mit­glie­dern zur Kennt­nis zu brin­gen hat. Die Mit­glie­der sind ver­pflich­tet, etwa­ige Ein­wen­dun­gen oder Beden­ken über den Antrag­stel­ler dem Schüt­zen­meis­ter­amt mit­zu­tei­len. Der Antrag­stel­ler hat zwei Bür­gen zu benen­nen.

2. Über Auf­nah­me­ge­su­che ent­schei­den das Schüt­zen­meis­ter­amt und der Gesell­schafts­aus­schuss gemein­sam. Zu der Sit­zung müs­sen alle Mit­glie­der des Schüt­zen­meis­ter­am­tes und des Gesell­schafts­aus­schus­ses unter Anga­be der Tages­ord­nung gela­den wer­den. Ein Beschluss kann nur gefasst wer­den, wenn min­des­tens zwei Schüt­zen­meis­ter und ein wei­te­res Mit­glied des Schüt­zen­meis­ter­am­tes und mehr als die Hälf­te der Mit­glie­der des Gesell­schafts­aus­schus­ses anwe­send sind.

Das Auf­nah­me­ge­such ist ange­nom­men, wenn sich die Mehr­heit der Anwe­sen­den dafür aus­spricht.

3. Ein zurück­ge­wie­se­nes Auf­nah­me­ge­such kann vor Ablauf eines Jah­res nicht erneu­ert wer­den.

4. Ehren­mit­glie­der wer­den auf Vor­schlag des Schüt­zen­meis­ter­am­tes von der Gene­ral­ver­samm­lung ernannt. Ihnen kann Sitz und Stim­me im Gesell­schafts­aus­schuss ver­lie­hen wer­den. Sie sind von allen Leis­tun­gen an die Gesell­schaft befreit.


§ 4 Erlö­schen der Mit­glied­schaft

1. Die Mit­glied­schaft erlischt

a) durch Able­ben,

b) durch Aus­tritt,

c) durch Nicht­be­zah­lung des Jah­res­bei­tra­ges von zwei Jah­ren, nach­dem eine Anmah­nung erfolg­los geblie­ben ist,

d) durch Aus­schluss (§ 6 Abs. 2 Buchst. c),

e) durch rechts­kräf­ti­ge Ver­ur­tei­lung wegen eines Ver­bre­chens oder wegen eines Ver­ge­hens des Dieb­stahls, des Betru­ges, der Heh­le­rei, der Unter­schla­gung oder der Urkun­den­fäl­schung,

f) durch rechts­kräf­ti­ge Ver­ur­tei­lung zu einer Frei­heits­stra­fe von min­des­tens sechs Mona­ten wegen eines sons­ti­gen vor­sätz­li­chen Ver­ge­hens.

2. Die Mit­glied­schaft kann ent­zo­gen wer­den, wenn das Mit­glied bei der Auf­nah­me nicht unbe­schol­ten war. § 6, Abs. 4–6 gilt ent­spre­chend.

3. Die Mit­glie­der kön­nen jeder­zeit, durch schrift­li­che Erklä­rung gegen­über dem Schüt­zen­meis­ter­amt, aus der Gesell­schaft aus­tre­ten.

Ein Mit­glied, das nicht zum Schluss des Jah­res aus­tritt, hat die Bei­trä­ge und die sons­ti­gen Leis­tun­gen für das lau­fen­de Jahr zu ent­rich­ten.

4. Mit dem Ende der Mit­glied­schaft erlö­schen alle Ämter und Rech­te. Für das lau­fen­de Jahr geleis­te­te Bei­trä­ge wer­den nicht zurück­ge­währt.


§ 5 Rech­te und Pflich­ten der Mit­glie­der

1. Die Mit­glie­der haben das Recht, an den Ver­an­stal­tun­gen der Gesell­schaft teil­zu­neh­men und deren Ein­rich­tun­gen nach den dafür erlas­se­nen Bestim­mun­gen zu benut­zen.

2. Alle Mit­glie­der sind ver­pflich­tet,

a) die Zie­le und Auf­ga­ben der Gesell­schaft zu för­dern,

b) sich jeder­zeit dem Anse­hen der Gesell­schaft ent­spre­chend zu ver­hal­ten,

c) die Sat­zung, die sport­li­chen Regeln und die Anord­nun­gen der Gene­ral­ver­samm­lung sowie des Schüt­zen­meis­ter­am­tes zu befol­gen,

d) die ihnen von der Gene­ral­ver­samm­lung oder dem Schüt­zen­meis­ter­amt über­tra­ge­nen Ämter und Auf­ga­ben gewis­sen­haft zu erfül­len,

e) den Jah­res­bei­trag und sons­ti­ge von der Gene­ral­ver­samm­lung beschlos­se­nen Bei­trä­ge pünkt­lich zu bezah­len.

3. Die Mit­glie­der erhal­ten kei­ne Gewinn­an­tei­le und in ihrer Eigen­schaft als Mit­glied auch kei­ne sons­ti­gen Zuwen­dun­gen aus Mit­teln der Gesell­schaft.


§ 6 Gesell­schafts­dis­zi­plin

1. Der 1. Schüt­zen­meis­ter übt die Ord­nungs­ge­walt in der Gesell­schaft aus.

2. Ver­stö­ße gegen die Gesell­schafts­dis­zi­plin, die sport­li­chen Regeln, die Sat­zung und die Pflich­ten der Mit­glie­der kön­nen geahn­det wer­den, durch

a) Geld­bu­ßen bis zu zwei Jah­res­bei­trä­gen,

b) befris­te­ten oder dau­ern­den Aus­schluss aus der Gesell­schaft mit Haus­ver­bot.

3. Eine Geld­bu­ße kann allein oder neben dem befris­te­ten Aus­schluss aus der Gesell­schaft ver­hängt wer­den. Geld­bu­ßen fal­len in die Gesell­schafts­kas­se.

Ein Mit­glied, das mit der Bezah­lung einer Geld­bu­ße im Rück­stand ist, ist bis zu deren Beglei­chung von der Teil­nah­me an den Gesell­schafts­ver­an­stal­tun­gen und sport­li­chen Wett­be­wer­ben aus­ge­schlos­sen.

4. Ein Ver­stoß kann erst geahn­det wer­den, wenn die Sache durch den 1. Schüt­zen­meis­ter oder in sei­nem Auf­trag durch ein ande­res Gesell­schafts­mit­glied unter­sucht wor­den ist.

5. Über die Ahn­dung von Ver­stö­ßen ent­schei­det das Schüt­zen­meis­ter­amt zusam­men mit dem Gesell­schafts­aus­schuss, mit der Mehr­heit der Stim­men der Anwe­sen­den. Ein Beschluss kann nur gefasst wer­den, wenn alle Mit­glie­der des Schüt­zen­meis­ter­am­tes und des Gesell­schafts­aus­schus­ses unter Anga­be der Tages­ord­nung gela­den wor­den und min­des­tens zwei Schüt­zen­meis­ter, ein wei­te­res Mit­glied des Schüt­zen­meis­ter­am­tes und mehr als die Hälf­te der Mit­glie­der des Gesell­schafts­aus­schus­ses anwe­send sind. Vor­her ist der Betrof­fe­ne zu hören oder ihm sonst Gele­gen­heit zu geben, zu dem Vor­wurf Stel­lung zu neh­men.

Ein betrof­fe­nes Mit­glied darf bei der Beschluss­fas­sung nicht anwe­send sein.

6. Das betrof­fe­ne Mit­glied kann inner­halb eines Monats, nach­dem ihm der Beschluss bekannt gege­ben wor­den ist, schrift­lich unter Anga­be von Grün­den Beschwer­de an das Schüt­zen­meis­ter­amt ein­le­gen. Über die Beschwer­de ent­schei­det die Gene­ral­ver­samm­lung. Die Ein­le­gung einer Beschwer­de bewirkt, dass der Beschluss noch nicht wirk­sam wird. Das gilt nicht für ein mit einer Maß­nah­me nach Absatz 2 Buch­sta­be b) ver­bun­de­nes Haus­ver­bot.


§ 7 Gesell­schafts­or­ga­ne

Gesell­schafts­or­ga­ne sind

- der Schüt­zen­kom­mis­sar

- das Schüt­zen­meis­ter­amt

- der Gesell­schafts­aus­schuss

- die Gene­ral­ver­samm­lung


§ 8 Das Schüt­zen­meis­ter­amt

1. Das Schüt­zen­meis­ter­amt besteht aus dem 1. Schüt­zen­meis­ter, dem 2. Schüt­zen­meis­ter, dem 3. Schüt­zen­meis­ter (Schrift­füh­rer), dem 4. Schüt­zen­meis­ter (Schatz­meis­ter) und dem Sport­lei­ter. Sie müs­sen Mit­glie­der der Gesell­schaft und voll­jäh­rig sein.

2. Das Schüt­zen­meis­ter­amt lei­tet die Gesell­schaft. Der 1. Schüt­zen­meis­ter führt den Vor­sitz im Schüt­zen­meis­ter­amt und ver­tritt die Gesell­schaft nach außen.

Vor­stand im Sin­ne des § 26 BGB sind der 1. und der 2. Schüt­zen­meis­ter. Jedem von ihnen wird Ein­zel­ver­tre­tungs­be­fug­nis erteilt. Der 2. Schüt­zen­meis­ter darf von ihr im Innen­ver­hält­nis aber nur Gebrauch machen, wenn der 1. Schüt­zen­meis­ter ver­hin­dert ist.

3. Das Schüt­zen­meis­ter­amt ist beschluss­fä­hig, wenn drei sei­ner Mit­glie­der anwe­send sind. Es ent­schei­det mit Stim­men­mehr­heit. Bei Stim­men­gleich­heit ent­schei­det die Stim­me des 1. Schüt­zen­meis­ters. Über die Sit­zun­gen des Schüt­zen­meis­ter­am­tes ist eine Nie­der­schrift zu füh­ren.

4. Die Mit­glie­der des Schüt­zen­meis­ter­am­tes wer­den von der Gene­ral­ver­samm­lung in gehei­mer Wahl auf die Dau­er von zwei Jah­ren gewählt. Ihre Amts­zeit ist so zu bestim­men, dass in einem Jahr zwei und im dar­auf fol­gen­den Jahr drei Mit­glie­der zu wäh­len sind. Wie­der­wahl ist zuläs­sig.

5. Die Wahl in das Schüt­zen­meis­ter­amt kann von dem Gewähl­ten sofort abge­lehnt wer­den. Ein Mit­glied des Schüt­zen­meis­ter­am­tes kann sein Amt vor Ablauf sei­ner Amts­zeit aus wich­ti­gem Grund nie­der­le­gen.

6. Die Gene­ral­ver­samm­lung kann ein Mit­glied des Schüt­zen­meis­ter­am­tes aus wich­ti­gem Grund sei­nes Amtes ent­he­ben. An der Gene­ral­ver­samm­lung müs­sen min­des­tens zwei Drit­tel aller Mit­glie­der teil­neh­men. Die Amts­ent­he­bung muss als Tages­ord­nungs­punkt in der Ein­la­dung zu der Gene­ral­ver­samm­lung ange­ge­ben wer­den. Der Beschluss muss mit einer Mehr­heit von drei Vier­teln der Anwe­sen­den gefasst wer­den.

7. Die Mit­glie­der des Schüt­zen­meis­ter­am­tes üben ihre Tätig­keit ehren­amt­lich aus. Auf­wen­dun­gen dür­fen ersetzt wer­den.


§ 9 Gesell­schafts­aus­schuss

1. Der Gesell­schafts­aus­schuss besteht aus neun Mit­glie­dern. Hat die Gesell­schaft mehr als 200 Mit­glie­der, so erhöht sich die Zahl auf elf, hat sie mehr als 500 Mit­glie­der, so erhöht sich die Zahl auf fünf­zehn. Maß­ge­bend ist der Mit­glie­der­stand der Gesell­schaft am Tage der Wahl des Gesell­schafts­aus­schus­ses.

2. Die Gene­ral­ver­samm­lung wählt die Mit­glie­der des Gesell­schafts­aus­schus­ses und eine ent­spre­chen­de Zahl von Ersatz­leu­ten für die Dau­er von zwei Jah­ren. Ihre Amts­zeit ist so zu bestim­men, dass in einem Jahr fünf und im dar­auf fol­gen­den Jahr vier Mit­glie­der zu wäh­len sind.

Hat der Gesell­schafts­aus­schuss mehr als neun Mit­glie­der, so erhöht sich die Zahl der jähr­lich zu wäh­len­den Mit­glie­der ent­spre­chend. Wähl­bar sind voll­jäh­ri­ge Mit­glie­der. Wie­der­wahl ist zuläs­sig.

3. Der Gesell­schafts­aus­schuss, des­sen Ver­samm­lun­gen nur auf Ein­la­dung und unter dem Vor­sitz des 1. Schüt­zen­meis­ters statt­fin­den kön­nen, hat über alle Gegen­stän­de zu bera­ten, die ihm das Schüt­zen­meis­ter­amt vor­legt.

4. Das Schüt­zen­meis­ter­amt ist unbe­scha­det des § 3 Abs. 2, § 6 Abs. 5 und § 12 Abs. 4 in fol­gen­den Ange­le­gen­hei­ten an die Zustim­mung des Gesell­schafts­aus­schus­ses gebun­den:

a) Abschluss von Ver­trä­gen für die Gesell­schaft,

b) Auf­stel­lung des Haus­halts­pla­nes und Prü­fung der Jah­res­rech­nung,

c) Erlass all­ge­mei­ner Bestim­mun­gen über die Benut­zung der Gesell­schafts­ein­rich­tun­gen.

5. Für die Amts­ent­he­bung von Mit­glie­dern des Gesell­schafts­aus­schus­ses und ihrer Ersatz­leu­te gilt § 8 Abs. 6 ent­spre­chend.

6. Der Gesell­schafts­aus­schuss ist beschluss­fä­hig, wenn alle Mit­glie­der gela­den und mehr als die Hälf­te sei­ner Mit­glie­der, der 1. Schüt­zen­meis­ter oder 2. Schüt­zen­meis­ter und zwei wei­te­re Mit­glie­der des Schüt­zen­meis­ter­am­tes (Schrift­füh­rer, Schatz­meis­ter, Sport­lei­ter) anwe­send sind.

Der Gesell­schafts­aus­schuss beschließt mit der Mehr­heit der Stim­men der Anwe­sen­den. § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 5 blei­ben unbe­rührt.

Bei Stim­men­gleich­heit ist ein Antrag abge­lehnt.

7. Über die Sit­zun­gen des Gesell­schafts­aus­schus­ses ist eine Nie­der­schrift zu füh­ren, die vom 1. Schüt­zen­meis­ter und vom Schrift­füh­rer zu unter­schrei­ben ist.

8. Die Mit­glie­der des Gesell­schafts­aus­schus­ses üben ihre Tätig­keit ehren­amt­lich aus. Auf­wen­dun­gen dür­fen ersetzt wer­den.


§ 10 Die Gene­ral­ver­samm­lung

1. Die Gene­ral­ver­samm­lung ist die Ver­samm­lung aller Mit­glie­der der Gesell­schaft. Stimm­be­rech­tigt sind nur Mit­glie­der, die das 18. Lebens­jahr voll­endet haben.

2. Den Vor­sitz in der Gene­ral­ver­samm­lung führt der Schüt­zen­kom­mis­sar. Ist die­ser nicht anwe­send, über­nimmt der 1. Schüt­zen­meis­ter den Vor­sitz der Gene­ral­ver­samm­lung.

3. Die Gene­ral­ver­samm­lung beschließt mit der Mehr­heit der abge­ge­be­nen Stim­men, wenn die Sat­zung nichts ande­res bestimmt. Stim­men­gleich­heit gilt als Ableh­nung.

4. Über die Sit­zun­gen der Gene­ral­ver­samm­lung ist eine Nie­der­schrift zu füh­ren, die vom Vor­sit­zen­den, dem 1. Schüt­zen­meis­ter und vom Schrift­füh­rer zu unter­schrei­ben ist.

5. Die Gene­ral­ver­samm­lung beschließt über alle Ange­le­gen­hei­ten, die das Schüt­zen­meis­ter­amt ihr vor­legt oder deren Behand­lung ein Mit­glied schrift­lich bean­tragt. Der Antrag muss dem Schüt­zen­meis­ter­amt zu dem in der Ein­la­dung zur Gene­ral­ver­samm­lung ange­ge­be­nen Ter­min zuge­lei­tet wer­den.

6. Ein Beschluss der Gene­ral­ver­samm­lung ist stets erfor­der­lich für

a) die Geneh­mi­gung der Nie­der­schrift der letz­ten Gene­ral­ver­samm­lung,

b) die Ent­las­tung der Mit­glie­der des Schüt­zen­meis­ter­am­tes und des Gesell­schafts­aus­schus­ses,

c) die Fest­set­zung des Jah­res­bei­tra­ges oder sons­ti­ger Leis­tun­gen,

d) Fest­stel­lung und Ände­rung des Haus­halts­pla­nes,

e) Ernen­nung von Ehren­mit­glie­dern,

f) die Wahl der Mit­glie­der des Schüt­zen­meis­ter­am­tes, des Gesell­schafts­aus­schus­ses und der Rech­nungs­prü­fer,

g) die Ent­schei­dung über Beschwer­den gegen die Ahn­dung von Ver­stö­ßen (§ 6 Abs. 6),

h) Ver­äu­ße­rung, Ver­pach­tung und Belas­tung des Gesell­schafts­ver­mö­gens,

i) eine Ände­rung der Sat­zung (§ 14),

k) die Amts­ent­he­bung eines Mit­glie­des des Schüt­zen­meis­ter­am­tes (§ 8 Abs. 6),

l) die Amts­ent­he­bung eines Mit­glie­des des Gesell­schafts­aus­schus­ses (§ 9 Abs. 5),

m) die Auf­lö­sung der Gesell­schaft (§ 13 Abs. 2).

7. Das Schüt­zen­meis­ter­amt hat im ers­ten Halb­jahr eine Gene­ral­ver­samm­lung ein­zu­be­ru­fen.

8. Das Schüt­zen­meis­ter­amt hat eine außer­or­dent­li­che Gene­ral­ver­samm­lung ein­zu­be­ru­fen, wenn es im Inter­es­se der Gesell­schaft not­wen­dig ist.

Eine außer­or­dent­li­che Gene­ral­ver­samm­lung muss fer­ner ein­be­ru­fen wer­den, wenn ein Drit­tel der Mit­glie­der die Ein­be­ru­fung schrift­lich unter Anga­be der Tages­ord­nung ver­langt. HSG MÜNCHEN – SATZUNG 6

9. Zu jeder Gene­ral­ver­samm­lung ist mit einer Frist von min­des­tens zwei Wochen, unter Bekannt­ga­be der Tages­ord­nung, schrift­lich oder durch Anzei­ge in der Tages­pres­se ein­zu­la­den.


§ 11 Schüt­zen­kom­mis­sar

1. a) Das Amt des Schüt­zen­kom­mis­sars wird jeweils dem amtie­ren­den Ober­bür­ger­meis­ter der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen über­tra­gen.

b) Lehnt der Ober­bür­ger­meis­ter die Über­nah­me des Amtes als Schüt­zen­kom­mis­sar ab, so kann die Gene­ral­ver­samm­lung eine ande­re Per­sön­lich­keit auf die Dau­er von fünf Jah­ren in die­ses Amt beru­fen. Das glei­che gilt im Fal­le der Nie­der­le­gung des Amtes. Der Schüt­zen­kom­mis­sar soll im öffent­li­chen Leben ste­hen und nicht Mit­glied der Gesell­schaft sein.

2. Der Schüt­zen­kom­mis­sar pflegt die Ver­bin­dung der Gesell­schaft zur Lan­des­haupt­stadt Mün­chen und ver­tritt in der Gesell­schaft die Belan­ge der All­ge­mein­heit. Er hilft die Geschi­cke der Gesell­schaft bera­tend mit­zu­len­ken.

3. Der Schüt­zen­kom­mis­sar hat Sitz und bera­ten­de Stim­me in der Gene­ral­ver­samm­lung.

4. Die Nie­der­schrift der Gene­ral­ver­samm­lung, der Haus­halts­vor­schlag, der Bericht des 1. Schüt­zen­meis­ters, der Bericht des Schatz­meis­ters, sind dem Schüt­zen­kom­mis­sar zur Kennt­nis­nah­me vor­zu­le­gen.


§ 12 Ver­wal­tung des Gesell­schafts­ver­mö­gens

1. Das Schüt­zen­meis­ter­amt ver­wal­tet das Gesell­schafts­ver­mö­gen.

2. Das Schüt­zen­meis­ter­amt stellt für jedes Jahr einen Haus­halts­plan auf, der die zu erwar­ten­den Ein­nah­men und Aus­ga­ben fest­legt. Er bedarf der Geneh­mi­gung des Gesell­schafts­aus­schus­ses.

Der Haus­halts­plan ist vier­zehn Tage zur Ein­sicht der Mit­glie­der aus­zu­le­gen. Die Gene­ral­ver­samm­lung beschließt den Haus­halts­plan. Eben­so ist zu ver­fah­ren, wenn der Haus­halts­plan geän­dert wer­den soll.

3. Der Schatz­meis­ter führt die Kas­sen­ge­schäf­te nach dem Haus­halts­plan, den Richt­li­ni­en sowie Anord­nun­gen der Gene­ral­ver­samm­lung und des Schüt­zen­meis­ter­am­tes.

4. Aus­ga­ben dür­fen nur gemacht wer­den, wenn sie im Haus­halts­plan vor­ge­se­hen und vom 1. Schüt­zen­meis­ter ange­ord­net sind. Solan­ge der Haus­halts­plan nicht geneh­migt ist, kön­nen die lau­fen­den Anwen­dun­gen im Rah­men des letz­ten Haus­halts­pla­nes bestrit­ten wer­den. Unab­wend­ba­re Aus­ga­ben kann das Schüt­zen­meis­ter­amt mit Zustim­mung des Gesell­schafts­aus­schus­ses anord­nen.

Abs. 2, Satz 5, bleibt unbe­rührt.

5. Nie­mand darf durch Aus­ga­ben, die dem Zweck der Gesell­schaft fremd sind, oder durch unver­hält­nis­mä­ßig hohe Ver­gü­tun­gen begüns­tigt wer­den.

6. Der Schatz­meis­ter hat über alle Ein­nah­men und Aus­ga­ben Buch zu füh­ren und sie mit Bele­gen nach­zu­wei­sen. Er hat fer­ner Auf­schrei­bun­gen über das Ver­mö­gen der Gesell­schaft zu füh­ren und die Unter­la­gen zu ver­wah­ren, die der Kas­sen­füh­rung und der Ver­wal­tung des Gesell­schafts­ver­mö­gens die­nen.

7. Nach Ablauf des Geschäfts­jah­res stellt der Schatz­meis­ter unver­züg­lich die Jah­res­rech­nung auf und legt sie dem Schüt­zen­meis­ter­amt vor.

Die vom Schüt­zen­meis­ter­amt und dem Gesell­schafts­aus­schuss geneh­mig­te Jah­res­rech­nung ist zwei von der Gene­ral­ver­samm­lung auf zwei Jah­re gewähl­ten Rech­nungs­prü­fern zu über­ge­ben. Die Rech­nungs­prü­fer berich­ten der Gene­ral­ver­samm­lung über das Ergeb­nis der Prü­fung. Die Gene­ral­ver­samm­lung beschließt über die Ent­las­tung des Schüt­zen­meis­ter­am­tes und des Gesell­schafts­aus­schus­ses.

8. Geschäfts­jahr ist das Kalen­der­jahr.


§ 13 Auf­lö­sung der Gesell­schaft

1. Die Gesell­schaft erlischt, wenn die Zahl der Mit­glie­der unter fünf her­ab­sinkt.

2. Die Gesell­schaft kann durch Beschluss der Gene­ral­ver­samm­lung, mit einer Mehr­heit von drei Vier­teln aller Mit­glie­der, auf­ge­löst wer­den.

3. Die Gene­ral­ver­samm­lung wählt einen oder meh­re­re Liqui­da­to­ren.

Bei Auf­lö­sung der Gesell­schaft oder bei Weg­fall des bis­he­ri­gen Zwecks fällt das Ver­mö­gen, das nach der Erfül­lung der Ver­bind­lich­kei­ten bleibt, an die Lan­des­haupt­stadt Mün­chen, die es unmit­tel­bar und aus­schließ­lich für Zwe­cke des Schieß­spor­tes zu ver­wen­den hat.


§ 14 Sat­zungs­än­de­run­gen

1. Die Sat­zung kann durch Beschluss der Gene­ral­ver­samm­lung mit einer Mehr­heit von drei Vier­teln der Erschie­ne­nen geän­dert wer­den.

2. Das Schüt­zen­meis­ter­amt hat Sat­zungs­än­de­run­gen unver­züg­lich der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen vor­zu­le­gen, mit der Bit­te, die Geneh­mi­gung des Bay­er. Staats­mi­nis­te­ri­ums des Innern ein­zu­ho­len.


§ 15 Schluss­be­stim­mun­gen

Die Sat­zung tritt mit der Geneh­mi­gung durch das Bay­er. Staats­mi­nis­te­ri­um des Innern in Kraft.

Sat­zungs­än­de­run­gen durch die Gene­ral­ver­samm­lung am 18. Juni 1997 beschlos­sen

1. § 2 Absatz 2 der Sat­zung

2. § 13 Absatz 3

Mün­chen, den 18. Juni 1997

Gott­fried Kus­ter­mann
(1. Schüt­zen­meis­ter)

Chris­ti­an Ude
(Schüt­zen­kom­mi­sar)

Peter May
(2. Schüt­zen­meis­ter)

Das Staats­mi­nis­te­ri­um des Innern geneh­mig­te mit Bescheid vom 21. 1. 1998 und vom 24. 6. 1999 gemäß § 33 Abs. 2 BGB die von der Gene­ral­ver­samm­lung der Gesell­schaft am 18. 6. 1997 bzw. 25. 6. 1998 beschlos­se­ne Sat­zungs­än­de­rung.

Mün­chen, den 21. Janu­ar 1998
i.A.
WALTHER
Minis­te­ri­al­rat

Mün­chen, den 24. Juni 1999
i.a.
BÖHM
Regie­rungs­rat